3. Blutaufbereitungsverfahren

Hämofiltration (HF)

  • Auswahl eines geeigneten Hämofilters mit Hämofiltrationssystem zur aktiven (pumpenunterstützten) bzw. passiven Hämofiltration
  • Steriler Aufbau des HF-Systems
  • Sicherheitskontrollen (Leckagen, Drucktest)
  • Integration des HF-Systems in die Herz-Lungen-Maschine
  • Überwachung der HF bei laufender EKZ
  • Bilanzierung des Ultrafiltrats

Maschinelle Autotransfusion (Cell-Saver)

  • Bereitstellung der Autotransfusionsmaschine zur Blutansaugung, Blutreinigung und Blutkonzentration
  • Auswahl der benötigten Materialien: Systemgröße, Zentrifugalglocke, doppellumige Heparinsauger, Medikamente
  • Steriler Systemaufbau und Durchführung der Funktionskontrollen
  • Inbetriebnahme des Zellseparators
  • Bereitstellung des Erythrozytenkonzentrats zur Retransfusion
  • Einbinden in die Volumenbilanz

Retransfusion

  • Umrüsten des venösen Kardiotomiereservoirs der HLM oder des Cell-Saver-Reservoirs unter sterilen Bedingungen zum Thoraxdrainagesystem
  • Retransfusion des Drainagebluts auf Intensivstation mittels geeigneter Pumpe oder über Cell-Saver-Aufbereitung

Durchführung von perioperativen Hämodialysen (HD) bei herzchirurgischen Patienten

  • Vorbesprechung der HD mit dem zuständigen Arzt: Erörterung des Patientenzustands unter Berücksichtigung des Säure-Basen-Haushalts, des Volumenstatus und der Retentionswerte
  • Festlegung des HD-Verfahrens: Azetat- oder Bikarbonatdialyse, Ultrafiltrationsdialyse, Hämodiafiltration
  • Auswahl des entsprechenden HD-Geräts
  • Auswahl des geeigneten Dialysators
  • Steriler Aufbau des Dialysesystems und Vorfüllung mit kristalloider Lösung, ggf. Zusatz von Medikamenten
  • Voreinstellung der Dialyseparameter (Dialysedauer, Ultrafiltrationsrate, Profilauswahl, Grenzwerteingabe, Druckbereichsgrenzen, Transmembrandruck, Leitfähigkeiten)
  • Labortechnische Kontrolle der Dialysierflüssigkeit bei Bikarbonatdialyse
  • Integration des Dialysesystems in die HLM bzw. Anschluss der Dialyseschläuche an den Patienten
  • Führung und Kontrolle der Dialyse und folgerichtiges Handeln bei Alarmmeldungen
  • Volumenbilanzierung
  • Systementleerung durch Retransfusion des Systemblutvolumens