13. Aus- und Fortbildung

Jeder zukünftige Kardiotechniker, der an einer der Fachhochschulen oder der Akademie für Kardiotechnik ausgebildet wird, braucht neben dem theoretischen Wissen auch praktische Erfahrung. Diese kann er nur in der klinischen Praxis sammeln. Die in den Krankenhäusern tätigen Kardiotechniker übernehmen hier die Aufgabe der praktischen Anleitung der zukünftigen Kollegen.

  • Erstellung eines Ausbildungsplans in Absprache mit der Fachhochschule / Akademie
  • Einweisung in die praktischen klinischen Tätigkeiten
  • Betreuung und Überwachung während der klinischen Einsätze, unter besonderer Berücksichtigung der Patientensicherheit, bis zum Erreichen der Eigenständigkeit
  • Interne Beurteilung des Ausbildungserfolgs
  • Unterstützung bei der Erstellung von Diplomarbeiten

Berufsbegleitende Fortbildung und kontinuierliche Erweiterung der fachlichen Kompetenz gehören zum Selbstverständnis medizinisch-technischer Berufe. Ziele der Weiterqualifizierung sind Sicherstellung und kontinuierliche Verbesserung der Behandlungsqualität und somit die Gewährleistung einer hohen Versorgungssicherheit für die Patienten. Sie soll den Erhalt der Qualifikation durch Anpassung an berufliche Neuerungen sichern. Regelmäßiger Fortbildung kommt daher eine große qualitätssichernde Bedeutung in der Medizin zu, der ein Kardiotechniker mit den folgenden Maßnahmen gerecht werden sollte:

  • Selbststudium nationaler und internationaler Fachliteratur
  • Durchführung von und Teilnahme an abteilungs- und klinikinternen Fortbildungsveranstaltungen
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Symposien und Kongressen
  • Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen der Industrie

Zum Gelingen einer Herzoperation bedarf es des perfekt aufeinander abgestimmten Zusammenspiels mehrerer Fachbereiche. Dafür ist es unumgänglich, dass jeder Mitwirkende zumindest einen rudimentären Einblick in die anderen Fachdisziplinen besitzt. Das bedeutet, dass auch der Kardiotechniker sein Wissen in seinem Fachgebiet weitergeben muss:

  • Vermittlung des Wissens über die extrakorporale Zirkulation an herzchirurgische Assistenzärzte, Anästhesisten, das OP-Pflegepersonal und Studenten
  • Einweisungen und Fortbildung zu IABP und Kreislaufunterstützungsverfahren bei Einsätzen auf externen Stationen (Herzkatheterlabor, internistische und chirurgische Intensivstationen) und ggf. in anderen Krankenhäusern

Ausbildungszentren für den Bereich Kardiotechnik