Zertifikat Kinderperfusion

Nach Rücksprache mit Justiziar T. Nölling bezüglich der Ausgabe von Zertifikaten durch die DGfK gab er uns folgende Auskunft: Prinzipiell dürfen wir Zertifikate vergeben. Sollen die von uns ausgegebenen Zertifikate jedoch einen fachlich relevanten Wert haben, müsste sich die DGfK zunächst selbst zertifizieren und rezertifizieren. Geregelt ist dies z. B. über die ISO 17011. Der GBA macht diesbezüglich weiterführende Vorgaben im §137 SGB V. Auch wenn diese Frage zunächst im Zusammenhang mit der Erstellung eines Kinderperfusionszertifikates gestellt wurde, so kann sie doch auch eine Relevanz für die angestrebte Berufsanerkennung haben. Daher wird ein Strategietreffen mit T. Nölling bezüglich des weiteren Vorgehens geplant. Insbesondere das vom European Board ausgegebene ECCP soll hinsichtlich dieser gesetzlichen Vorgaben geprüft werden, da es in unseren aktuellen Bestrebungen zur Berufsanerkennung einen wesentlichen Eckpfeiler darstellt. Bezüglich des Kinderperfusionszertifikates bemüht sich F. Münch um Zusammenarbeit mit den Kinderherzchirurgen. Im Detail wurde eine Teilnahme von Kardiotechnikern an Kursteilen der DGTHG für die Facharztausbildung angefragt. Diese Anfrage wird aktuell geprüft und die DGfK wird anschließend kontaktiert. Prinzipiell besteht aber bei den angesprochenen ärztlichen Kollegen ebenfalls der Wunsch nach einer Zusammenarbeit. Das Projekt wurde sehr positiv aufgenommen.

KARDIOTECHNIK, Dezember 2019