Mitteilungen der Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Mitteilungen der DGfK


Aktuelle Satzungsänderung

Der Vorstand beschließt, die Amtsperiode des Vorstandes dem Wirtschaftsjahr anzupassen. Dies hat zur Folge, dass der neu gewählte Vorstand die Ämter ab Januar antritt. Darüber hinaus wurde eine Erweiterung des Vorstandes um Zwei Beisitzer beschlossen. Diese Beschlüsse werden bei der Mitgliederversammlung Zur Abstimmung vorgelegt. Des Weiteren beschließt der Vorstand den Beitritt der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e. V. zur Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
Für diese Vorhaben muss die Satzung der DGfK e. V. geändert werden.

Frank Born, Vorstand DGfK, KARDIOTECHNIK Dezember 2015



Neuer innovativer Studiengang an der Hochschule Furtwangen: Technical Physician

Bereits seit 1995 werden Studierende im Studiengang „Medical Engineering“ an der Hochschule Furtwangen zu Medizintechnik- Ingenieurinnen und -Ingenieuren (Dipl. Ing./Bachelor of Science) ausgebildet. Mit der Etablierung des neuen Masterstudienganges „Technical Physician“ (TP) bietet die Hochschule Furtwangen nun eine hochqualifizierte Ausbildung an der Schnittstelle zwischen Medizin und Technik. In Zusammenarbeit mit vielen Kliniken im Umfeld und namhaften Medizintechnik- Unternehmen startete der Masterstudiengang TP im Wintersemester 2013/14 mit 15 Studierenden. Im Rahmen der Ausbildung werden den Studierenden komplexe Technologien, intelligente Instrumente und Geräte sowie neue diagnostische und therapeutische Strategien und Verfahren in Praxis und Theorie nähergebracht. Basierend auf der Vorausbildung lernen sie verschiedene medizinische Fachdisziplinen näher kennen, in denen moderne Technologien in der medizinischen Versorgung des Patienten zum Einsatz kommen. Sie gewinnen Kenntnisse der Möglichkeiten und Grenzen diverser medizintechnischer Verfahren. Hierbei wird besonders viel Wert darauf gelegt, die ärztliche Sicht der Problemfelder zu vermitteln. Im Rahmen von Forschungsprojekten besteht für die Studierenden die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen. Beispielhaft gehören dazu Einsatzmöglichkeiten von extrakorporalen und minimalinvasiven Systemen, navigationsgestützten Operationen, Life-Support-Systemen sowie der Einsatz von intelligenten Systemen, Messungen der Mikrozirkulation und Untersuchungen im Bereich Neurofeedback. Ein möglicher Schwerpunkt innerhalb der Ausbildung ist die Spezialisierung im Bereich der Technischen Medizin/Kardiotechnik. Hierbei kann in Abhängigkeit von den individuellen Vorkenntnissen bei Belegung entsprechender Wahlfächer als Zusatzqualifikation das European Certificate in Cardiovascular Perfusion (ECCP) erworben werden. Die Hochschule Furtwangen ist für die Studiengänge „Medical Engineering“ und „Technical Physician“ durch das „European Board of Cardiovascular Perfusion (EBCP)“ als Ausbildungsstätte zertifiziert. Das Studium kann nach Rücksprache mit dem Studiendekan (F. Wenzel) auch in Teilzeit in bis zu 6 Semestern absolviert werden. Absolventen sind befähigt, in zukunftsorientierten Hochtechnologiebranchen zu arbeiten, die die Weiterentwicklung innerhalb der Medizin und des Gesundheitswesens fördern. Die sich ergebenden Arbeitsfelder finden sich in unterschiedlichen Institutionen, Kliniken und medizinischen Versorgungszentren. Schwerpunkte der Tätigkeiten sind die Technische Medizin/ Kardiotechnik, Notfall- und Intensivmedizin, OP-Zentren, Forschungseinrichtungen, medizintechnische Unternehmen, Behörden und Krankenkassen, Wissenschaftsmanagement sowie Journalismus. Desweiteren besteht die Möglichkeit nach Abschluss des Masterstudiums eine Promotion anzuschließen. Zum Ende des Wintersemesters 2014/15 erreichten die ersten Absolvierenden ihren Abschluss und sind erfolgreich ins Berufsleben gestartet. Sie arbeiten in Kliniken im Bereich Kardiotechnik, Strahlenschutz, klinisches Gerätemanagement sowie in Unternehmen der Medizintechnik.

Karin Lachner, Gerd Haimerl, Katja Kumle, Folker Wenzel Hochschule Furtwangen University, Villingen- Schwenningen, KARDIOTECHNIK September 2015



App der DGfK / Einstellung der DGfK-E-Mail-Adressen

App der DGfK / Einstellung der DGfK-E-Mail-Adressen Die DGfK stellt ab sofort eine App für iOS- (Apple-) und Android- (Google-) basierte Smartphones zur Verfügung. Diese kann in den entsprechenden App-Stores kostenlos heruntergeladen werden. Die App ist unter dem Suchbegriff „DGfK“ zu finden. Zum Funktionsumfang der aktuellen Version gehören – ein Euroscore-II-Rechner zur Berechnung des Mortalitätsrisikos in Abhängigkeit vom Patientenstatus – ein aktuelles Verzeichnis aller kardiotechnischen Abteilungen in Deutschland – ein laufend aktualisierter Veranstaltungskalender mit kardiotechnikrelevanten Einträgen – die Möglichkeit zum Empfang von Push-Mitteilungen des Vorstands – fachspezifische News-Seiten Die App wird zukünftig um weitere Funktionen ergänzt und stetig weiterentwickelt. Über Updates werden die Nutzer über ihre Smartphones automatisch informiert. Mit dem Erscheinen der App wird der E-Mail-Verteiler der DGfK eingestellt. Bestehende Adressen (vorname.nachname@ dgfkt.de) können weiter verwendet werden, Neuanträge zur Einrichtung einer dgfkt-E-Mail-Adresse sind jedoch nicht mehr möglich. Entsprechend werden auch keine Informationen der DGfK über den Verteiler mehr versendet. Über Anregungen und Kommentare zur neuen App würden sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe „EDV in der Kardiotechnik“ freuen.

Dr. Dirk Buchwald, Krzysztof Klak, Romanus Ostermann, Johannes Gehron, KARDIOTECHNIK Mai 2015


Studiengang Klinische Medizintechnik Bonn – Zwischenerfahrungen

Bereits an mehreren Stellen wurde dieser neue berufsbegleitende Studiengang beworben, hier ein erster Erfahrungsbericht: Nachdem der Pilotjahrgang seine Abschlüsse erhalten hatte und der Studiengang von Klinische Medizintechnikforschung in Klinische Medizintechnik umbenannt wurde, konnte ab WS 2014 der Routinebetrieb von Studenten und Dozenten beginnen. Ein nicht zu schlagender Vorteil ist das berufsbegleitende Konzept, das selbst für komplett berufstätige Personen eine gute Einplanung der Präsenzveranstaltungen ermöglicht, die sich auf überschaubare Wochenenden und Wochenblöcke im Semester verteilen. Diese sind vom Stoff eng gepackt und sehr interdisziplinär angelegt, sodass ein breites Zielpublikum angesprochen werden kann. Im aktuellen Jahrgang setzen sich die 15 Personen aus Medizinern, Ingenieuren, Biomedizinern und Pflegekräften zusammen. Das Studium hat wegen der angenehmen Gruppengröße eher Seminar- als Vorlesungscharakter, Austausch und Beteiligung sind daher deutlich höher. Gerade der kleine und sehr gemischte Personenkreis fördert die Kommunikation und macht einen deutlichen Reiz aus. Mit Protokollen, Prüfungen und Studienarbeiten nutzt die Universität Bonn alle Möglichkeiten der Überprüfung, fördert damit aber auch Beteiligung und Disziplin aller Teilnehmer. Da merkt man auch den Unterschied zum Bachelorstudium: Die eigene Beteiligung wird hier deutlich mehr gefördert und lässt allen mehr Freiraum. Manche grundlegenden Dinge wie das Verfassen einer Arbeit werden vorausgesetzt. Gerade im Hinblick auf die Masterarbeit zum Abschluss des Studiums ist hier deutliche und frühzeitige Eigeninitiative notwendig. Zusammenfassend lohnt sich die Investition von Zeit und Geld (insgesamt 6.600,– € reine Studiengebühren) für einen höheren wissenschaftlichen Abschluss auf jeden Fall. Keine andere Universität bietet bisher zu diesem Preis einen berufsbegleitenden Studiengang an.

Johannes Gehron, KARDIOTECHNIK Mai 2015


60 Jahre (1955–2015) offene Herzchirurgie in Deutschland

Am 9. Februar 1955 fand europaweit die erste offene Herzoperation in Oberflächenhypothermie in Düsseldorf statt. Prof. Dr. med. Ernst Derra, Direktor an der damaligen Chirurgischen Klinik der Medizinischen Akademie der Städtischen Krankenanstalten Düsseldorf (heute Heinrich- Heine Universität Düsseldorf) nahm damals den ersten erfolgreichen Eingriff am offenen Herzen in Oberflächenhypothermie mittels Kühlung in einer Eiswanne vor (Böttger, P: Chronik der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e. V. 2012, 7). Anästhesist war Dr. Martin Zindler (später Prof. Dr. M. Zindler), Direktor des Instituts der Heinrich-Heine Universität. Er leitete die Narkose und die Oberflächenhypothermie. An diesem denkwürdigen Tag wurde bei einer 33-jährigen Patientin aus Österreich ein großer Vorhofseptumdefekt durch Direktnaht erfolgreich verschlossen. Aktiver Zeitzeuge und Mitarbeiter dieses exklusiven Zirkels hinter damals noch verschlossenen Türen war der damalige OP-Pfleger Josef Güttler, später 1. HLM-Pfleger, leitender Kardiotechniker und Gründungsmitglied des Verbandes der Kardiotechniker Deutschlands e. V. Peter Böttger, Garz/Rügen

Peter Böttger, KARDIOTECHNIK Mai 2015


Danke für die Unterstützung bei der 43. Jahrestagung der DGfK und
der 6. Fokustagung Herz der DGfK und DGTHG

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

nachdem die Jahrestagung der DGfK und die Fokustagung Herz Ende November 2014 einen erfolgreichen Verlauf genommen hat, möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich für Ihre Unterstützung bedanken. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass das geänderte Format dieser Tagung und die neuen Impulse sehr gut angenommen wurden. Wir glauben, dass ein ganz wesentlicher Aspekt, nämlich die Erkenntnis, dass sich unser Fach in einer Phase der rasanten Veränderung befindet, sehr gut illustriert und vor allem auch sehr gut diskutiert wurde. Basierend auf den Rückkopplungen der Teilnehmer hat sich eine Teilnahme auf jeden Fall gelohnt. Wir wünschen Ihnen alles Gute und ein erfolgreiches neues Jahr. Hier können Sie sich bereits den 20.-22. November 2015 als nächsten Termin für die 44. Internationale Jahrestagung der DGfK und 7. Fokustagung Herz der DGTHG, die dann in Weimar stattfinden werden, markieren.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Tagungspräsidenten Dipl.-Ing. Krzysztof Klak und Prof. Dr. Torsten Doenst