Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Fortbildung


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Lieber Internetnutzer,

ich möchte Ihnen die Möglichkeit geben, Ihr Fachwissen in Form eines Quiz zu prüfen. Dieses Quiz wird jeden Monat um weitere Fragen ergänzt und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll Ihnen in unterhaltsamer Form Ihr Wissen auffrischen. Vor der Veröffentlichung der Fragen und Antworten auf den Internetseiten der DGfK werden diese mit dem wissenschaftlichen Beirat der DGfK abgestimmt. Gerne können Sie mir auch Fragen oder Themenvorschläge zusenden.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit den Fragen zu den Themen:


Aortenklappenersatz, Metabolismus, Hormone, Werkstoffe in der Medizin, Laktat, Temperaturregulation, Kälteagglutination, Inhalationsanästhetika, Bluttransfusion, Vorhofflimmern, Diabetes Mellitus, Magnetresonanztomografie, Hochfrequenzchirurgie, Statistik, Myokardprotektion, Sauerstoffmetabolismus, Embryonalkreislauf, Filtertechnologie, Thrombozyten, Säure-Basen-Haushalt, Anomalie, Blutkreislauf, Gefäßwiderstand, Katecholamine, Gehirn, Protamin und Heparin, Erythrozyt, Niere, Koronarversorgung, Atmung, Sauerstoff, Koronardurchblutung, Lungenödem, Hygiene, Aktionspotential, Eisenmenger-Syndrom, Sauerstoffdissoziationskurve, Medizinische Umrechnungen, ARDS, Kreatinin,

Maik Foltan, Webmaster der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Thema: Aortenklappenersatz

1. Was ist heutzutage die Hauptursache für eine erworbene Aortenklappenstenose?

a) Rheumatisches Fieber
b) Kalzifizierung
c) Streptokokkeninfektion
d) Clamydia Infektion

2. Welche Klappenöffnungsfläche gilt als Indikation für den Aortenklappenersatz?

a) < 2,0 cm2
b) < 1,5 cm2
c) < 1,0 cm2
d) < 0,5 cm2

3. Was wird als prosthesis-patient-mismatch bezeichnet?

a) Abstoßungsreaktion des Körpers gegenüber der künstlichen Herzklappe
b) Allergische Reaktion des Patienten auf die Klappenprothese
c) Zustand bei dem die effektive Klappenöffnungsfläche der künstlichen Herzklappe kleiner ist als die Öffnungsfläche der
aanativen Aortenklappe

d) Hämodynamisch wirksame paravalvuläre Lekage

4. Was ist kein mögliches Anzeichen zur Diagnostik einer Aortenklappenstenose?

a) Niedrige Blutdruckamplitude
b) Verbreiteter Herzspitzenstoß
c) Ein negativer Sokolow-Lyon-Index
d) Linksherzseitige hypertrophe EKG Veränderungen

Thema: Metabolismus

1. Welches ist der am schnellsten reagierende physiologische Mechanismus zur Korrektur des Säure-Basen Haushalts?

a) Phosphat-Puffer
b) Bikarbonat-Puffer
c) Respiration
d) Renale Regulierung

2. Was wird während des anaeroben Metabolismus primär von den Zellen produziert?

a) Adenosin
b) Adenosinmonophosphat
c) Adenosindiphosphat
d) Adenosintriphosphat

3. Welche zusätzlichen Endmetaboliten entstehen während des aeroben Stoffwechsels?

a) CO2 und H2O
b) CO2 und Laktat
c) Laktat und H2O
d) Laktat und Pyruvat

4. Welcher Zustand kann bei einem Laktatwert von 4,2 mmol/L angenommen werden?

a) Laktat ist im Normbereich
b) Adequater anaerober Metabolismus
c) Adequater aerober Metabolismus
d) Inadequater anaerober Metabolismus

Thema: Hormone

1. Was ist eine prinzipielle Wirkungsweise der Hormone?

a) Konfigurationsänderung an Enzymen
b) Direkte Freisetzung von Enzymen des Endorgans
c) Hemmung oder Förderung der Enzymsynthese
d) Änderung der Substratbereitstellung für enzymatische Reaktionen

2. Bei der Hyperthyreose kommt es zu:

a) Einem negativ-chronotropen und positiv inotropen Effekt sowie zur Erhöhung des Herzminutenvolumens.
b) Einem positiv-chronotropen und positiv-inotropen Effekt sowie zur Erhöhung des Herzminutenvolumens.
c) Einem positiv-chronotropen und negativ-inotropen Effekt sowie zur Erniedrigung des Herzminutenvolumens.
d) Einem negativ-chronotropen und negativ-inotropen Effekt sowie zur Erniedrigung des Herzminutenvolumens.

3. Was stimuliert die Ausschüttung von Renin?

a) Blutdruckabfall
b) Vermehrte Nierendurchblutung
c) Regulatorische Freisetzung aus dem Hypothalamus
d) Volumenbedingte Dehnung des rechten Vorhofs

4. Die Ausschüttung des Antidiuretischen Hormons (ADH) wird durch welche Hauptstimuli angeregt?

a) Erhöhung der renalen Natriumausscheidung oder die Abnahme der Kaliumkonzentration im Blut
b) Zunahme der extrazellulären Osmolarität oder die Abnahme des Plasmavolumens
c) Verminderte Nierendurchblutung oder reduzierte glomeruläre Filtrationsrate
d) Reduzierter Hämatokrit oder erhöhtes Plasmavolumen

Thema: Werkstoffe in der Medizin

1. Aus welchen Materialien bestehen derzeit Oxygenatormembranen?

a) Polypropylen (PP) und Polymethypenten (PMP)
b) Polyoxymethylen (POM) und Polyurethan (PUR)
c) Polytetrafluorethylen (PTFE) und Polyurethan (PUR)
d) Polyvinylchlorid (PVC) und Polycarbonat (PC)

2. Zu welcher Gruppe der Kunststoffe gehört Polyvinylchlorid (PVC)?

a) Thermoplaste
b) Duroplaste
c) Elastomere
d) Thermoplastische Elastomere

3. Was ist DOP (DEHP)?

a) DOP (DEHP) sind durch Polyaddition hergestellte Polymere, welche eine gute Biokompatibilität aufweisen
b) DOP (DEHP) sind Phthalsäureester und werden als Weichmacher in PVC verwendet
c) DOP (DEHP) sind langkettige Monomere und werden in PVC als Weichmacher zugesetzt

4. Welches der genannten Verfahren wird nicht zur Herstellung von Kunststoffen angewendet?

a) Polyaddition
b) Polykondensation
c) Polysubtraktion
d) Polymerisation


Thema: Laktat

1. Die Endprodukte der aneroben Glykolyse sind:

a) Laktat und Wasserstoffkationen
b) Pyruvat und Wasserstoffkationen
c) Laktat und Wasserstoffionen
d) Pyruvat und Wasserstoffionen

2. Die Laktatkonzentration ist nicht erhöht bei:

a) Status epilepticus
b) Lokalen Durchblutungsstörungen
c) Thiaminerhöhung
d) Vermindertem Herz-Minutenvolumen
e) Mittelschwerer Leberfunktionsstörung

3. Diabetes mellitus begünstigt die Entstehung von Laktatazidosen.

a) Nein
b) Ja

4. Normalwerte des Laktates im Plasma liegen bei:

a) 0,6 - 1,7 mmol/l
b) 1,6 - 2,7 mmol/l
c) 2,6 - 3,7 mmol/l
d) 3,6 - 4,7 mmol/l

Thema: Temperaturregulation

1.Wo werden die temperaturregulierenden Mechanismen gesteuert?

a) Hypophyse
b) Kleinhirn
c) Neuronen im verlängertem Rückenmark
d) Hypothalamus

2. Was wird unter einer aktiven Hypothermie verstanden?

a) Reduzierung der Körpertemperatur während der Extrakorporalen Zirkulation
b) Schnelles Abkühlen des Körpers bei der akzidentiellen Hypothermie (z.B. Sturz in Eiswasser)
c) Die körpereigen induzierte Herabsetzung des Sollwerts der Körpertemperatur
d) Körpereigene ausgelöste Vasodilatation der peripheren Gefäße bei großer Hitze



3. Was versteht man unter dem Begriff Durstfieber?

a) Anstieg der Körpertemperatur durch die Entstehung von Reibungswärme der Erythrozyten an der Gefäßwand,
-- ausgelöst durch eine akute Dehydration und der subsequenten Erhöhung des Hämatokrit-Wertes

b) Anstieg der Körpertemperatur, ausgelöst durch die mangelnde Fähigkeit des Körpers
-- zur Temperaturregulation durch Schwitzen aufgrund Flüssigkeitsmangels

c) Massives Verlangen nach alkoholischen Getränken bei Patienten im Delirium tremens


4. Was versteht man unter der Lewis-Reaktion?

a) Kurzzeitige intermittierende Vasodilation der Hautgefäße während Hypothermie
b) Vasodilation der distalen Blutgefäße während Hyperthermie
c) Reduzierung des Stoffwechsels während tiefer Hypothermie
d) Zerebrale Autoreaktion auf akuten Temperaturabfall



Thema: Kälteagglutination

1.Welche Blutbestandteile sind von der Kälteagglutination betroffen?

a) Thrombozyten
b) Erythrozyten
c) Leukozyten
d) Lymphozyten

2. Kälteagglutinine sind:

a) Antikörper im Serum
b) Antigene im Serum
c) Antikörper auf den Erythrozytenmembran
d) Antigene auf der Erythrozytenmembran


3. Was ist keine mögliche Auswirkung der Kälteagglutination?

a) Hämolyse
b) Komplement Aktivierung
c) Fibrinformation
d) Vaskulärer Verschluss


4. Welches Organ ist während des Kardiopulmonalen Bypasses einschließlich der Verabreichung einer Blutkardioplegie am meisten durch Kälteagglutinine gefährdet?

a) Gehirn
b) Niere
c) Herz
d) Leber


Thema: Inhalationsanästhetika

1.Welche Aussage über volatile Anästhetika ist nicht richtig?

a) Inhalationsanästhetika sind gut steuerbar
b) Der Eintritt der gewünschten Narkosewirkung hängt vom HZV ab
c) Bei adipösen Patienten ist mit einer schnelleren Elimination des Narkosegases zu bedenken.
d) Inhalationsanästhetika können einen Anstieg des intrakraniellen Druckes bewirken

2. Wovon ist die Elimination von Narkosegas nicht abhängig?

a) Alveoläre Ventilation
b) Gewebelöslichkeit
c) Alveolärer Sauerstoffpartialdruck
d) Narkosedauer

3. Welches Narkosegas wird in Deutschland nicht mehr verwendet?

a) Desfluran
b) Isofluran
c) Enfluran
d) Lachgas

4. Welcher Faktor kann die Minimale Alveoläre Konzentration (MAK) von Narkosegasen erhöhen?

a) Hypernatriämie
b) Hypothermie
c) Anämie
d) Hohes Patientenalter


Thema: Bluttransfusion

1.Welche für die Bluttransfusion relevante Aussage vermittelt der Indirekte Coombs Test einer Kreuzprobe?

a) Das Vorhandensein von Antikörpern im Serum des Empfängers, die sich an die Erythrozyten
---des Spenders anheften können.

b) Die Übereinstimmung der Blutgruppen des Spenders und Empfängers
c) Die Agglutination der Erythrozyten des Spenders und Empfängers nach Zugabe des Coombs Enzyms


2. Welcher Mechanismus kann während und nach einer Bluttransfusion in eine akute Lungeninsuffizienz führen?

a) Durch ein Botenstoff induziertes Lungenödem
b) Agglutination der roten Blutkörperchen in der Lungenstrombahn und die daraus resultierende Verminderung
-- des Blutflusses

c) Erhöhte Transfusion von roten Blutkörperchen mit bereits reduzierter Sauerstofftransportkapazität



3. Warum kann ein Erythrozytenkonzentrat bei sachgerechter Lagerung innerhalb des Verfalldatums einen erhöhten Kaliumwert aufweisen?

a) Kalium ist ein wesentlicher Bestandteil der Zusatzlösung, die nach der Blutentnahme zugeführt wird
b) Äquibrilieren (Ins Gleichgewicht bringen) der Intrazellulären und Extrazellulären Kaliumkonzentration
c) Bei der Blutabnahme und Blutaufbereitun kommt es zur Schädigung der Zellmembran der roten Blutkörperchen,
-- welche dann Kalium freisetzen.


4. Um wieviel Prozent sollte der Hämatokrit nach Transfusion eines Erythrozytenkonzentrates (ca. 250 - 280 ml) in einem normalgewichtigen erwachsenen Patienten ohne erhöhten Erythrozytenumsatz ansteigen?

a) 0 - 1 %
b) 1 - 2 %
c) 2 - 3 %
d) 3 - 4 %
e) 4 - 5 %


Thema: Vorhofflimmern

1. Das Vorhoflimmern ist:

a) Die häufigste Herzrhythmusstörung
b) Die zweithäufigste Herzrhythmusstörung
c) Die dritthäufigste Herzrhythmusstörung
d) Die vierthäufigste Herzrhythmusstörung

Die Vorhofflimmerfrequenz liegt bei :

a) 180-300 Schlägen pro Minute
b) 200-350 Schlägen pro Minute
c) 220-350 Schlägen pro Minute
d) 350-600 Schlägen pro Minute

3. Wie heißt der Score zur Abschätzung des Schlaganfallrisikos bei Vorhofflimmern?

a) AFTHS
b) CATHS
c) CHADS
d) EATCS

4. Selbst unter angemessener Behandlung mit Cumarinen kommt es bei Risikopatienten zu Hirnembolien.
Bei wie viel Prozent der Hochrisikopatienten kam es innerhalb von drei Jahren zu einem Hirninfarkt?

a) 11%
b) 16 %
c) 21%
d) 26 %


Thema: Diabetes Mellitus

1. Welche Aussage über Diabetes Mellitus ist richtig?

a) Typ 1 tritt häufiger auf als Typ 2
b) Ist eine erbliche chronische Stoffwechselerkrankung
c) Wird immer durch Insulinmangel hervorgerufen
d) Bei diabetischer Stoffwechselsituation ist der Abbau von Fett verlangsamt

2. Welche Aussage über Insulin trifft nicht zu?

a) Wird in den Langerhans-Inseln des Pankreas produziert
b) Wird aus Proinsulin gebildet
c) Wird pulsierend ausgeschüttet
d) Wird in gleichbleibender Dosierung ausgeschüttet

3. Welche erwünschte Wirkung hat Insulin, wenn es bei einer Hyperkaliämie zusammen mit Glukose
ee verabreicht wird?

a) Die verabreichte Glukose erhöht die Nierenausscheidung und führt dadurch zu einer vermehrten
eeAusscheidung von Kalium. Insulin wird zur Metabolisierung der Glukose verabreicht.

b) Insulin fördert die Aufnahme von Kalium in den Intrazellularraum, dadurch kommt es kurzfristig
eezu einer schnellen Verminderung der extrazellulären Kaliumkonzentration.

c) Der Glukose-Insulin Stoffwechsel verbraucht Kalium, um Energieressourcen zu produzieren.
d) Insulin hat keinen Einfluss auf den Kaliumhaushalt, es wird lediglich zur Vorbeugung einer
ee Hyperglykämie verabreicht, die durch die alleinige Glukoseverabreichung entstehen würde.


4. Wo wird Insulin verstoffwechselt?

a) Leber
b) Nieren
c) Milz
d) Leber und Nieren
e) Leber und Milz
f) Niere und Milz


Thema: Magnetresonanztomografie (MRT)

1. Wie lang sollte die Implantation eines MRT-tauglichen Herzschrittmachern vor einer MRT-Untersuchung zurückliegen?

a) Bei einem MRT-tauglichen Herzschrittmacher kann sofort eine MRT-Untersuchung erfolgen.
b) Es sollten mindesten 3 Wochen vergangen sein.
c) Es sollten mindestens 6 Wochen vergangen sein.
d) Es sollten mindestens 6 Monate vergangen sein.

2. Wodurch kann eine suffiziente Stimulation bei einer MR-Untersuchung gestört werden?

a) Das statische Magnetfeld bewirkt eine Impedanzerhöhung.
b) Reizschwellenerhöhung durch HF-Induktionsbedingter Gewebserwärmung an der Elektrodenspitze.
c) Interferrenz des Stimulationsimpulses entlang der Sonde durch Gradientenfelder.
d) Das Wechselmagnetfeld erzeugt eine stehende Skalarwelle, welche die Ozsillationsfrequenz des Herzschrittmachertaktgebers unterdrückt.

3. Welches Gefahrenpotential birgt eine niedrige Batteriespannung eines Herzschrittmachers bei einer MRT-Untersuchung?

a) Bei halber Entladung ist genug Lithiumiodid gebildet worden, sodass bei HF-Induktion Explosionsgefahr durch Ausgasung besteht.
b) Lithiumiodid hat die gleiche magnetische Resonanzfrequenz wie Wasserstoff und stört die Bildgebung.
c) Eine niedrige Batteriespannung beinhaltet kein Gefahrenpotential.
d) Die ERI-, bzw. EOL-Kriterien können fälschlicher Weise erfüllt werden, sodass der Herzschrittmacher in den Notfallmodus (bei Boston Scientific: Lagerungsmodus) wechselt.

4. Kann bei einem Herzschrittmacher-Patienten eine funktionelle MRT-Untersuchung durchgeführt werden?

a) Bedingt, da die meisten Systeme nur bis 1,5 Tesla geprüft wurden.
b) Nein, da die meisten Systeme nur bis 1,5 Tesla geprüft wurden.
c) Ja, da bei einer fMRT die Feldstärke sehr gering ist.
d) Nein, da bei einer fMRT das venöse Blut ferromagnetisch wird und damit die Elektrodenimpedanz gegen Null sinkt.


Thema: Hochfrequenzchirurgie

1. Welche unterschiedlichen Anwendungstechniken der Hochfrequenzchirurgie werden hauptsächlich angewandt?

a) Frequenzadaptierte und frequenzmodulierte Anwendungstechniken
b) Gleichstrom- und Wechselstromtechniken
c) Monopolare-, bipolare- und monoterminale Anwendungstechniken
d) Digitale und analoge Anwendungstechniken

2. Die Hochfrequenzchirurgie basiert auf dem Joule-Lenz-Gesetz. Wenn elektrischer Strom durch den menschlichen Körper fließt, treten welche der drei Effekte auf?

a) Anstieg der Körperkerntemperatur, Kammerflimmern, Dehydration des Gewebes
b) Nervenstimulation (Faradischer Effekt), Elektrolyse, Erwärmung
c) Anstieg des Blutdrucks, Elektrolytverschiebung, Kammerflimmern

3. Welche Stromdichte [A/cm2] sind bei der Hochfrequenzchirurgie üblich?

a) 01 - 06 [A/cm2]
b) 06 - 10 [A/cm2]
c) 10 - 50 [A/cm2]
d) ca. 100 [A/cm2]

4. Mit Hilfe des thermischen Effekts wird in der Hochfrequenzchirurgie Gewebe geschnitten bzw. verödet. Wovon hängt der Grad der Erwärmung hauptsächlich nicht ab?

a) Glomuläre Filtrationsrate
b) Stromdichte
c) Spezifischer Widerstand des Gewebes
d) Einwirkungszeit der elektrischen Energie

Thema: Statistik

1. Was wird mit der Gaußschen Glockenkurve dargestellt?

a) Die Häufigkeitsverteilung einer gleichverteilten Größe
b) Die Dichtefunktion einer normalverteilten Größe
c) Der Mittelwert einer statistischen Größe
d) Die Standartabweichung einer signifikanten Größe

2. In welchen Bereich sind ca. 95% aller Messwerte bei einer Normalverteilung zu finden?

a) Im Intervall von ± 2x Standartabweichung vom Mittelwert
b) Im Intervall von ± Standartabweichung vom Mittelwert
c) Im Intervall von ± Erwartungswert vom Mittelwert
d) Im Intervall von ± 2x Erwartungswert vom Mittelwert


3. Wie sind die meisten Enzymaktivitäten verteilt?

a) Normalverteilt
b) Poisson-verteilt
c) Gleichverteilt
d) Logarithmisch normalverteilt

4. Für den Median gilt:

a) Der Median entspricht immer dem arithmetischen Mittelwert.
b) Der Median steht in der Mitte, wenn alle Beobachtungswerte ihrem Wert nach geordnet werden.
c) Der Median entspricht dem geometrischen Mittelwert.
d) Der Median spielt bei der Regressionsgeraden eine Rolle.

Thema: Myokardprotektion

1. Wie hoch ist der Sauerstoffbedarf im kardioplegisch stillgelegten und zusätzlich auf ca. 17° C gekühltem Herzen?

a) 4 - 7 ml/min/100g Gewebe
b) 3 ml/min/100g Gewebe
c) 1 ml/min/100g Gewebe
d) 0,1 - 0,2 ml/min/100g Gewebe


2. Eine intrazelluläre Kardioplegielösung enthält

a) wenig Natrium und wenig Magnesium
b) wenig Kalium und wenig Magnesium
c) viel Kalium und viel Magnesium
d) viel Natrium und viel Magnesium

3. Mannitol in der Kardioplegielösung

a) fördert nicht die renale Ausscheidung
b) dient dem Herzen als Energielieferant.
c) vermindert durch eine gesteigerte Osmolalität eine Ödembildung im Myokard
d) verhindert die Bildung von freien Sauerstoffradikalen


Thema: Sauerstoffmetabolismus

1. Die Hüfner Zahl beschreibt

a) den Quotienten aus paO2 und O2 Konzentration in der Inspirationsluft.
b) die Sauerstoffbindungskapazität des Hämoglobins.
c) die Sauerstoffextraktionsrate.
d) den Sauerstoffgehalt des Blutes

2. Wieviel Sauerstoff (in ml) wird in 100 ml arteriellen Blutes (Hb 15g/dl) mit einer SaO2 von 97% und einem paO2 von 90 mmHg chemisch gebunden?

a) 14,5 ml
b) 19,5 ml
c) 24,5 ml
d) 29,5 ml


3. Wieviel Sauerstoff (in ml) wird in 100 ml arteriellen Blutes (Hb 15g/dL) mit einer SaO2 von 97% und einem paO2 von 90 mmHg physikalisch gelöst?

a) 2,7 ml
b) 5,7 ml
c) 7,7 ml
d) 12,7 ml


4. Die Sauerstoffdissoziationskurve des arteriellen Blutes beschreibt

a) das Verhältnis zwischen O2-Angebot und O2-Aufnahme
b) den Anteil des chemisch gebundenen O2 in Relation zum physikalisch gelösten O2
c) den Zusammenhang zwischen dem paO2 und der zugehörigen Sättigung SaO2.
d) die Löslichkeit von O2 im Blut

Thema: Embryonalkreislauf

1. Der Ductus Arteriosus verschließt sich funktionell unter normalen Umständen

a) Unmittelbar nach der Klemmung der Nabelschnur
b) Nach der kompletten Entfaltung der Lunge
c) Innerhalb der ersten 12 Stunden
d) Innerhalb des ersten Lebensmonats
e) Innerhalb des ersten Lebensjahres

2. Wie hoch ist der aortale Blutdruck im fetalen Kreislauf am Ende der Schwangerschaft?

a) ca. 35 mmHg
b) ca. 45 mmHg
c) ca. 55 mmHg
d) ca. 65 mmHg
e) ca. 75 mmHg


3. Was wird unter dem Begriff Plazentatransfusion verstanden?

a) Verschiebung des plazentalen Blutvolumens in den fetalen Kreislauf während der Presswehen
b) Nach der Entbindung wird das plazentale Blutvolumen durch ein Gefälle in den Neonaten rücktransfundiert
c) Leersaugen der Plazenta und der Nabelvene durch thorakalen Unterduck nach der Geburt
d) Beschreibt den Vorgang, dass der Blutverlust, der durch das Abtrennen der Nabelschnur entstehen kann,
---durch eine Transfusion ausgeglichen werden muss.

4. Welche der folgenden Veränderungen während des Übergangs von der fetalen auf die neonatale Zirkulation tritt unter normalen Umständen nicht auf?

a) Steigerung der Lungendurchblutung aufgrund des fallenden Lungengefäßwiderstandes
b) Anstieg des systemischen Widerstandes und relative Reduzierung der Blutströmung in der Aorta descendens
c) Zunahme des Rechts-Links-Shunts über das Foramen ovale
d) Die erhöhte Sauerstoffkonzentration des perfundierenden Blutes fördert die
---Shuntumkehr und den nachfolgenden funktionalen Verschluss des Ductus arteriosus

Thema: Filtertechnologie


1. Was beschreibt der "bubble pressure point" (Blasendruckpunkt)?

a) Luftdurchlässigkeit des Filters in Abhängigkeit vom Differenzdruck an der Filteroberfläche
b) Maximale mögliche Dehnung der Blasenfalle ("bubble catcher" ) der Herz-Lungen-Maschine.
c) Minimaler Perfusionsdruck des Filters, der zur Elimination von Luftblasen aus dem Blut über die verwendete Membran notwendig ist.
d) Maximaler Druck einer Gasblase, der es gerade noch ermöglicht, diese durch ein Filtermedium mittels Verformung zu eliminieren.

2.Welche Porengröße besitzt normalerweise der Tiefenfilter im Kardiotomiereservoir?

a) 10 µm
b) 20 µm
c) 40 µm
d) 60 µm

3. Welche Aussage bezüglich des Tiefenfilters trifft nicht zu?

a) Benötigt lange Strömungskanäle zur Partikelabtrennung
b) Hat ein höheres Füllvolumen als ein Netzfilter
c) Eliminiert Partikel durch Adhäsionskräfte
d) Hat einen unbegrenzten Wirkungsmechanismus

4. Welche Porengröße besitzt der Transfusions-Filter zur Verabreichung einer Bluttransfusion?

a) 20 µm
b) 50 µm
c) 100 µm
d) 200 µm

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