Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Fortbildung


Prüfen Sie Ihr Fachwissen


Lieber Internetnutzer,

ich möchte Ihnen die Möglichkeit geben, Ihr Fachwissen in Form eines Quiz zu prüfen. Dieses Quiz wird jeden Monat um weitere Fragen ergänzt und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll Ihnen in unterhaltsamer Form Ihr Wissen auffrischen. Vor der Veröffentlichung der Fragen und Antworten auf den Internetseiten der DGfK werden diese mit dem wissenschaftlichen Beirat der DGfK abgestimmt. Gerne können Sie mir auch Fragen oder Themenvorschläge zusenden.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit den Fragen zu den Themen:


Statistik, Myokardprotektion, Sauerstoffmetabolismus, Embryonalkreislauf, Filtertechnologie, Thrombozyten, Säure-Basen-Haushalt, Anomalie, Blutkreislauf, Gefäßwiderstand, Katecholamine, Gehirn, Protamin und Heparin, Erythrozyt, Niere, Koronarversorgung, Atmung, Sauerstoff, Koronardurchblutung, Lungenödem, Hygiene, Aktionspotential, Eisenmenger-Syndrom, Sauerstoffdissoziationskurve, Medizinische Umrechnungen, ARDS, Kreatinin,

Maik Foltan, Webmaster der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Thema: Statistik

1. Was wird mit der Gaußschen Glockenkurve dargestellt?

a) Die Häufigkeitsverteilung einer gleichverteilten Größe
b) Die Dichtefunktion einer normalverteilten Größe
c) Der Mittelwert einer statistischen Größe
d) Die Standartabweichung einer signifikanten Größe

2. In welchen Bereich sind ca. 95% aller Messwerte bei einer Normalverteilung zu finden?

a) Im Intervall von ± 2x Standartabweichung vom Mittelwert
b) Im Intervall von ± Standartabweichung vom Mittelwert
c) Im Intervall von ± Erwartungswert vom Mittelwert
d) Im Intervall von ± 2x Erwartungswert vom Mittelwert


3. Wie sind die meisten Enzymaktivitäten verteilt?

a) Normalverteilt
b) Poisson-verteilt
c) Gleichverteilt
d) Logarithmisch normalverteilt

4. Für den Median gilt:

a) Der Median entspricht immer dem arithmetischen Mittelwert.
b) Der Median steht in der Mitte, wenn alle Beobachtungswerte ihrem Wert nach geordnet werden.
c) Der Median entspricht dem geometrischen Mittelwert.
d) Der Median spielt bei der Regressionsgeraden eine Rolle.

Thema: Myokardprotektion

1. Wie hoch ist der Sauerstoffbedarf im kardioplegisch stillgelegten und zusätzlich auf ca. 17° C gekühltem Herzen?

a) 4 - 7 ml/min/100g Gewebe
b) 3 ml/min/100g Gewebe
c) 1 ml/min/100g Gewebe
d) 0,1 - 0,2 ml/min/100g Gewebe


2. Eine intrazelluläre Kardioplegielösung enthält

a) wenig Natrium und wenig Magnesium
b) wenig Kalium und wenig Magnesium
c) viel Kalium und viel Magnesium
d) viel Natrium und viel Magnesium

3. Mannitol in der Kardioplegielösung

a) fördert nicht die renale Ausscheidung
b) dient dem Herzen als Energielieferant.
c) vermindert durch eine gesteigerte Osmolalität eine Ödembildung im Myokard
d) verhindert die Bildung von freien Sauerstoffradikalen


Thema: Sauerstoffmetabolismus

1. Die Hüfner Zahl beschreibt

a) den Quotienten aus paO2 und O2 Konzentration in der Inspirationsluft.
b) die Sauerstoffbindungskapazität des Hämoglobins.
c) die Sauerstoffextraktionsrate.
d) den Sauerstoffgehalt des Blutes

2. Wieviel Sauerstoff (in ml) wird in 100 ml arteriellen Blutes (Hb 15g/dl) mit einer SaO2 von 97% und einem paO2 von 90 mmHg chemisch gebunden?

a) 14,5 ml
b) 19,5 ml
c) 24,5 ml
d) 29,5 ml


3. Wieviel Sauerstoff (in ml) wird in 100 ml arteriellen Blutes (Hb 15g/dL) mit einer SaO2 von 97% und einem paO2 von 90 mmHg physikalisch gelöst?

a) 2,7 ml
b) 5,7 ml
c) 7,7 ml
d) 12,7 ml


4. Die Sauerstoffdissoziationskurve des arteriellen Blutes beschreibt

a) das Verhältnis zwischen O2-Angebot und O2-Aufnahme
b) den Anteil des chemisch gebundenen O2 in Relation zum physikalisch gelösten O2
c) den Zusammenhang zwischen dem paO2 und der zugehörigen Sättigung SaO2.
d) die Löslichkeit von O2 im Blut

Thema: Embryonalkreislauf

1. Der Ductus Arteriosus verschließt sich funktionell unter normalen Umständen

a) Unmittelbar nach der Klemmung der Nabelschnur
b) Nach der kompletten Entfaltung der Lunge
c) Innerhalb der ersten 12 Stunden
d) Innerhalb des ersten Lebensmonats
e) Innerhalb des ersten Lebensjahres

2. Wie hoch ist der aortale Blutdruck im fetalen Kreislauf am Ende der Schwangerschaft?

a) ca. 35 mmHg
b) ca. 45 mmHg
c) ca. 55 mmHg
d) ca. 65 mmHg
e) ca. 75 mmHg


3. Was wird unter dem Begriff Plazentatransfusion verstanden?

a) Verschiebung des plazentalen Blutvolumens in den fetalen Kreislauf während der Presswehen
b) Nach der Entbindung wird das plazentale Blutvolumen durch ein Gefälle in den Neonaten rücktransfundiert
c) Leersaugen der Plazenta und der Nabelvene durch thorakalen Unterduck nach der Geburt
d) Beschreibt den Vorgang, dass der Blutverlust, der durch das Abtrennen der Nabelschnur entstehen kann,
---durch eine Transfusion ausgeglichen werden muss.

4. Welche der folgenden Veränderungen während des Übergangs von der fetalen auf die neonatale Zirkulation tritt unter normalen Umständen nicht auf?

a) Steigerung der Lungendurchblutung aufgrund des fallenden Lungengefäßwiderstandes
b) Anstieg des systemischen Widerstandes und relative Reduzierung der Blutströmung in der Aorta descendens
c) Zunahme des Rechts-Links-Shunts über das Foramen ovale
d) Die erhöhte Sauerstoffkonzentration des perfundierenden Blutes fördert die
---Shuntumkehr und den nachfolgenden funktionalen Verschluss des Ductus arteriosus

Thema: Filtertechnologie


1. Was beschreibt der "bubble pressure point" (Blasendruckpunkt)?

a) Luftdurchlässigkeit des Filters in Abhängigkeit vom Differenzdruck an der Filteroberfläche
b) Maximale mögliche Dehnung der Blasenfalle ("bubble catcher" ) der Herz-Lungen-Maschine.
c) Minimaler Perfusionsdruck des Filters, der zur Elimination von Luftblasen aus dem Blut über die verwendete Membran notwendig ist.
d) Maximaler Druck einer Gasblase, der es gerade noch ermöglicht, diese durch ein Filtermedium mittels Verformung zu eliminieren.

2.Welche Porengröße besitzt normalerweise der Tiefenfilter im Kardiotomiereservoir?

a) 10 µm
b) 20 µm
c) 40 µm
d) 60 µm

3. Welche Aussage bezüglich des Tiefenfilters trifft nicht zu?

a) Benötigt lange Strömungskanäle zur Partikelabtrennung
b) Hat ein höheres Füllvolumen als ein Netzfilter
c) Eliminiert Partikel durch Adhäsionskräfte
d) Hat einen unbegrenzten Wirkungsmechanismus

4. Welche Porengröße besitzt der Transfusions-Filter zur Verabreichung einer Bluttransfusion?

a) 20 µm
b) 50 µm
c) 100 µm
d) 200 µm

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