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Die meisten Enzymaktivitäten sind logarithmisch normalverteilt.



Diese Aussage ist richtig !!! *


In vielen Anwendungen kann die interessierende Variable nur Werte annehmen, die größer oder gleich null sind. Es resultiert dann oft eine rechtsschiefe Verteilung. Über eine logarithmische Transformation können sehr extreme Werte aber an die übrigen Daten herangezogen werden. Sehr kleine Werte werden dagegen durch diese Transformation auseinander gezogen. Eine Variable die nur Werte größer Null, hier die Blutserumwerte, annehmen kann bezeichnet man als logarithmisch normalverteilt.

In der Klinik spielt die Beurteilung von Laborwerten individueller Patienten eine wichtige Rolle. Um Laborwerte wie ASAT (GOT) oder ALT (GPT) sinnvoll für die Diagnostik nutzen zu können, müssen zunächst aus einer möglichst großen Population gesunder bzw. eindeutig erkrankter die Art der Verteilungen, Mittelwerte und Streuungen bekannt sein, um zwischen "normal" und "pathologisch" entscheiden zu können. In Überschneidungsbereichen müssen die Grenzen definiert werden, da dort hohe Irrtumswahrscheinlichkeiten für "falsch positiv" und "falsch negativ" vorliegen, die den Wert des diagnostischen Parameters begrenzen.

Biologische Verteilungen sind in vielen Fällen, wie die Enzymaktivitäten nicht symmetrisch (d.h. nicht normalverteilt). Oft können sie durch Logarithmieren des Merkmals symmetrisch gemacht werden (log-normalverteilt).

 

* Laboratoriumsdiagnostik, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

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Maik Foltan, Webmaster der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.



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